
Kaum werden die Tage kühler, geht es wieder los: Der Hals kratzt, die Nase läuft und im Büro, in der Schule oder im Bus wird überall gehustet und geschnieft.
Erkältungen gehören zum Herbst einfach dazu. Meist sind sie harmlos und verschwinden von selbst wieder – angenehm sind sie deshalb noch lange nicht. Vor allem eine verstopfte Nase, Halsschmerzen oder hartnäckiger Husten können den Alltag ordentlich ausbremsen.
Was hilft jetzt wirklich? Und wann reicht die Selbstmedikation aus?
Erkältung oder Grippe?
Eine gewöhnliche Erkältung – auch grippaler Infekt genannt – wird durch Viren verursacht. Typischerweise entwickeln sich die Beschwerden eher allmählich:
- Halskratzen oder Halsschmerzen
- laufende oder verstopfte Nase
- Niesen
- Husten
- Müdigkeit und Abgeschlagenheit
- gelegentlich Kopf- und Gliederschmerzen oder leichtes Fieber
Eine echte Grippe (Influenza) beginnt dagegen häufig deutlich plötzlicher und kann mit starkem Krankheitsgefühl, Fieber, Schüttelfrost sowie ausgeprägten Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen einhergehen. Allerdings lassen sich Atemwegsinfektionen allein anhand der Symptome nicht immer eindeutig voneinander unterscheiden.
Wie lange dauert eine Erkältung?
Auch wenn man sie möglichst schnell wieder loswerden möchte: Eine gewöhnliche Erkältung braucht ihre Zeit.
Meist klingen die Beschwerden innerhalb von ein bis zwei Wochen von selbst wieder ab. Halsweh und Schnupfen verschwinden häufig früher. Husten kann dagegen deutlich hartnäckiger sein und noch einige Zeit bestehen bleiben.
Ein Medikament, das die gewöhnliche Erkältung einfach beendet, gibt es nicht. Umso wichtiger ist es, die Beschwerden gezielt zu behandeln.
Was bei den einzelnen Symptomen wirklich hilft

Halsschmerzen
Warme Getränke werden häufig als wohltuend empfunden. Lutschtabletten können die gereizten Schleimhäute befeuchten und – abhängig von den enthaltenen Wirkstoffen – Schmerzen oder Halskratzen lindern.
Auch die Stimme darf jetzt etwas Pause bekommen.
Schnupfen und verstopfte Nase
Salzhaltige Nasensprays können die Nasenschleimhaut befeuchten.
Ist die Nase stark verstopft, können abschwellende Nasensprays kurzfristig Erleichterung bringen. Sie sollten jedoch nur begrenzte Zeit und entsprechend der Packungsbeilage angewendet werden.
Husten
Husten ist nicht gleich Husten. Ein trockener Reizhusten fühlt sich anders an als ein produktiver Husten mit Schleimbildung – entsprechend kommen unterschiedliche Präparate infrage.
Je nach Beschwerden können beispielsweise schleimlösende oder hustenreizstillende Arzneimittel sowie bestimmte pflanzliche Präparate eingesetzt werden.
Welches Mittel zu Ihrem Husten passt, klären wir gerne gemeinsam mit Ihnen in unserer Apotheke.
Beratung in unserer Apotheke
Vor dem Erkältungsregal ist die Auswahl groß: Nasenspray, Hustenlöser, Hustenstiller, Halstabletten, Schmerzmittel, Kombipräparate und pflanzliche Arzneimittel.
Doch nicht jedes Erkältungsmittel passt zu jedem Menschen.
Besonders wichtig ist eine individuelle Auswahl bei Kindern, älteren Menschen, in Schwangerschaft und Stillzeit, bei chronischen Erkrankungen oder wenn regelmäßig andere Medikamente eingenommen werden.
Wir schauen gemeinsam mit Ihnen, welche Beschwerden im Vordergrund stehen, welche Präparate sinnvoll sind und was sich miteinander kombinieren lässt.
Und genauso wichtig: Wir sagen Ihnen auch, wenn die Grenzen der Selbstmedikation erreicht sind und eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist.
Häufige Fragen in unserer Apotheke
Brauche ich bei einer Erkältung Antibiotika?
In aller Regel nein. Erkältungen werden durch Viren verursacht. Antibiotika wirken gegen Bakterien und helfen deshalb bei einer gewöhnlichen viralen Erkältung nicht.
Wie lange darf ich abschwellendes Nasenspray benutzen?
Nur für einen begrenzten Zeitraum und entsprechend der Packungsbeilage. Bei längerer Anwendung kann sich die Nasenschleimhaut an das Spray gewöhnen.
Hustenlöser oder Hustenstiller – was brauche ich?
Das hängt davon ab, ob beispielsweise zäher Schleim oder trockener Reizhusten im Vordergrund steht. Lassen Sie sich hierzu am besten individuell beraten.
Hilft Vitamin C gegen eine Erkältung?
Vitamin C ist wichtig für eine normale Funktion des Immunsystems. Eine regelmäßige Einnahme von Vitamin C verhindert Erkältungen bei der Allgemeinbevölkerung allerdings nicht zuverlässig.

Wann sollte ich zum Arzt?
Bei Atemnot, Brustschmerzen, hohem Fieber, ungewöhnlich starken Beschwerden oder einer deutlichen Verschlechterung sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Auch bei bestimmten Vorerkrankungen kann eine frühere Abklärung sinnvoll sein.
Unser Apotheken-Tipp: Jetzt für die Erkältungszeit vorsorgen
Wenn Hals und Kopf bereits schmerzen, möchte niemand erst die Hausapotheke durchsuchen.
Deshalb lohnt sich jetzt ein kurzer Herbst-Check der Hausapotheke:
Funktioniert das Fieberthermometer noch? Ist Kochsalz-Nasenspray vorhanden? Gibt es etwas gegen Halsschmerzen? Sind vorhandene Arzneimittel noch haltbar?
Welche Schmerzmittel, abschwellenden Nasensprays oder Hustenpräparate zusätzlich sinnvoll sind, hängt von der persönlichen Situation ab.
Kommen Sie gerne bei uns vorbei. Wir stellen gemeinsam mit Ihnen ein kleines Erkältungsset zusammen, das wirklich zu Ihnen und Ihrer Familie passt.
Gut durch die Erkältungszeit
Eine Erkältung lässt sich nicht immer verhindern. Wenn es einen erwischt, sind Ruhe, etwas Geduld und eine gezielte Behandlung der einzelnen Beschwerden meist die beste Strategie.
Und wenn Sie unsicher sind, welches Erkältungsmittel das richtige ist: Fragen Sie uns in Ihrer Apotheke. Wir beraten Sie persönlich und individuell.







